2026

14.02.2026 von 10:00 bis 13:00 Treffpunkt: Eingang zum „Objekt 10“, Prinzlstraße/Abzweigung Schießstattweg,

Zwei historische Gebäude der Melker KZ-Geschichte stehen im Fokus dieses Themenrundgangs: Das ehemalige Krematorium (die heutige KZ-Gedenkstätte) und die ehemalige Häftlingsunterkunft „Objekt 10“ am Gelände der Birago-Kaserne sind für den Gedenkort Melk von zentraler symbolischer Bedeutung und Schauplatz regelmäßiger Gedenkveranstaltungen. Doch darüber hinaus fungieren sie auch als „steinerne Zeugen“ der NS-Verbrechen und werden als authentische Orte wahrgenommen. Tatsächlich lassen sich an vielen Stellen noch Hinweise auf die frühere KZ-Gewalt finden. Paul Mitchell begibt sich gemeinsam mit den Teilnehmenden auf die Suche nach diesen historischen Spuren und entziffert ihre Bedeutung für die Melker KZ-Geschichte. Er nimmt damit eine oft nur wenig beachtete Perspektive auf die Melker KZ-Geschichte ein. Referent: Paul Mitchell (Archäologe und Bauforscher) Treffpunkt: Eingang zum „Objekt 10“, Prinzlstraße/Abzweigung Schießstattweg Anmeldung unbedingt erforderlich unter: education@mauthausen-memorial.org 07238/2269-10 Achtung: begrenzte Teilnehmer*innenzahl Dem Wetter entsprechende Kleidung und festes Schuhwerk

21.04.2026 von 20:00 bis 22:00 Tischlerei Melk,

Der Roman ›Die größere Hoffnung‹ gilt als Hauptwerk von Ilse Aichinger. Diese war als Kind in einem Versteck in Wien der Verfolgung durch die Nationalsozialisten entgangen. Die Erfahrungen verfolgter und versteckter Kinder bilden den Inhalt des Buches. Ein ungemein berührendes Buch, ein Schlüsselwerk der österreichischen Nachkriegsliteratur, 1948 erschienen. Die von Anne Bennent für Ö1 und den Mandelbaum Verlag erarbeitete Hörspielfassung ist die Grundlage dieses Abends. Ihre Stimme korrespondiert mit der nüchternen Verknappung von Aichingers Texten. Auch die Musik lässt der starken Sprache viel Raum zur Entfaltung. Akkordeon und Perkussion unterstreichen und umspielen den Text zurückhaltend.

24.03.2026 von 19:30 bis 22:00 Tischlerei Melk Kulturwerkstatt, Abt-Karl-Straße 27a, 3390 Melk,

Am 27. März 1946 begann auf dem Areal des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau der von einem US-Militärgericht geführte Hauptprozess gegen 51 Angeklagte des KZ Mauthausen, darunter auch der Melker Lagerleiter Julius Ludolph sowie der Leiter der Häftlingsküche, Otto Striegel. Später folgten weitere US-Prozesse in Dachau, aber auch in Österreich und der BRD, die sich mit den im KZ Melk verübten Verbrechen befassten. Doch sowohl die überwiegende Mehrheit der KZ-Bewacher als auch Vertreter anderer Akteursgruppen beim „Projekt Quarz“ blieben von juristischer Ahndung verschont. Der Vortrag richtet den Blick nicht nur auf die juristische Ahndung zum KZ Melk, sondern beleuchtet darüber hinaus auch verschiedene Sphären der Mitverantwortung für die vor Ort verübten Massenverbrechen. Referent: Christian Rabl (Koordinator der KZ-Gedenkstätte Melk)

25.04.2026 von 10:00 bis 13:00 Treffpunkt: Bahnhof Melk (Bahnsteig 1 an der Südseite beim Park & Ride Parkplatz),

Die Überlebenschancen eines Häftlings im Konzentrationslager waren von vielen Faktoren abhängig und sehr ungleich verteilt. Neben Alter und geistiger sowie körperlicher Widerstandskraft war die Herkunft („Rasse“) von ausschlaggebender Bedeutung für das Überleben. Der Rassismus fand im Lager seine Fortsetzung und unterschied zwischen „rassisch höherwertigen und rassisch minderwertigen“ Menschen. Ganz oben in der Häftlingshierarchie standen die sogenannten Funktionshäftlinge, die von der SS gezielt eingesetzt wurden. Sie bildeten das Bindeglied zwischen SS und den „gewöhnlichen“ Häftlingen und wurden mit einer Vielzahl an Aufgaben betraut. Sie waren für die Abläufe im Lager von essenzieller Bedeutung und wurden daher weitaus besser versorgt als die übrigen Häftlinge. Der Rundgang begibt sich auf die Spuren der daraus resultierenden Ungleichheit. Er untersucht die Herkunft sowie die Aufgaben und Handlungsspielräume der Häftlinge im ehemaligen KZ Melk. Referent: Wolfgang Fehrerberger (pädagogischer Mitarbeiter KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Melk). Treffpunkt: Bahnhof Melk (Bahnsteig 1 an der Südseite beim Park & Ride Parkplatz) Anmeldung unbedingt erforderlich unter: education@mauthausen-memorial.org 07238/2269-10 Achtung: begrenzte Teilnehmer*innenzahl! Dem Wetter entsprechende Kleidung und festes Schuhwerk!

11.05.2026 von 10:30 bis 12:00 Eingang zum „Objekt 10“, Prinzlstraße/Abzweigung Schießstattweg,

Wie jedes Jahr erinnern wir uns am Tag nach der Internationalen Befreiungsfeier in Mauthausen gemeinsam mit Angehörigen ehemaliger Melker KZ-Häftlinge und internationalen Gedenkinitiativen an die Opfer des Melker Konzentrationslagers. Die inhaltlichen Beiträge gestalten Schüler*innen des Stiftsgymnasiums Melk: Sie werden sich 2026 mit dem Thema „Täterinnen und Täter“ beschäftigen, darüber hinaus aber auch nach unserer gesellschaftspolitischen Verantwortung in der Gegenwart fragen. Musikalisch wird die Gedenkfeier von Ensembles der Musikmittelschule Melk mitgetragen.

04.07.2026 von 10:00 bis 13:00 Treffpunkt: Bahnhof Melk (an der Nordseite des Bahnhofs – beim Haupteingang),

Neben der SS (der sogenannten Schutzstaffel) waren Soldaten der Luftwaffe für die Bewachung und Organisation im KZ Melk zuständig. Zusätzlich waren verschiedene Firmen und deren Leitung mit dem Konzentrationslager und der Ausbeutung der Gefangenen befasst. Wer waren die Täter in Melk? Was lässt sich über das Wachpersonal sagen? Wer hat vom KZ Melk profitiert? Was haben Frauen im Umkreis des KZ-Personals eigentlich gemacht? Was haben die Wachmannschaften in Melk und Umgebung außerhalb der Dienstzeiten gemacht? Und was geschah nach dem Krieg mit ihnen? Fragen zum Thema der Täter*innen der Konzentrationslager Melk und Mauthausen werden bei diesem Themenrundgang eingehender betrachtet. Referent: Josua Camhy (pädagogische*r Mitarbeiter*in KZ-Gedenkstätte Melk) Treffpunkt: Bahnhof Melk (an der Nordseite des Bahnhofs – beim Haupteingang) Anmeldung unbedingt erforderlich unter: education@mauthausen-memorial.org 07238/2269-10 Achtung: begrenzte Teilnehmer*innenzahl! Dem Wetter entsprechende Kleidung und festes Schuhwerk!

26.09.2026 von 10:00 bis 13:00 Treffpunkt: Bahnhof Melk (Bahnsteig 1 an der Südseite beim Park & Ride-Parkplatz),

Das KZ-Außenlager Melk befand sich von April 1944 bis April 1945 in der heutigen Birago-Kaserne der Stiftsstadt und war alles andere als unsichtbar. Viele der KZ-Häftlinge mussten Zwangsarbeit in Form von Stollenbau im Nachbarort Roggendorf bei Loosdorf leisten. Um dorthin zu gelangen, führte die Häftlinge ein täglicher Marsch durch die Stadt. Beim sogenannten „Haltepunkt Melk“ – einem provisorischen Bahnsteig – wurden sie in Waggons verladen und nach Roggendorf transportiert. Neben dem täglichen Weg durch die Stadt gab es zahlreiche weitere Berührungspunkte mit der Melker Bevölkerung. Referentin Melanie Grubner führt seit mehreren Jahren lebensgeschichtliche Interviews für das Projekt MenschenLeben der Österreichischen Mediathek mit Zeitzeug*innen des Zweiten Weltkriegs aus der Umgebung. In zahlreichen Interviews gibt es Erzählungen zu Beobachtungen rund um das KZ Melk, auf die bei diesem Themenrundgang der Blick fokussiert wird. Referentin: Melanie Grubner (pädagogische Mitarbeiterin KZ-Gedenkstätte Melk) Treffpunkt: Bahnhof Melk (Bahnsteig 1 an der Südseite beim Park & Ride-Parkplatz) Anmeldung unbedingt erforderlich unter: education@mauthausen-memorial.org 07238/2269-10 Achtung: begrenzte Teilnehmer*innenzahl! Dem Wetter entsprechende Kleidung und festes Schuhwerk!

17.10.2026 von 10:00 bis 13:00 Treffpunkt: Bahnhof Melk (Bahnsteig 1 an der Südseite beim Park & Ride Parkplatz),

Am 5. April 1945 wurde der „Dentist“ Kurt Zalud als Teil der „mobilen Zahnstation“ in das Außenlager Melk verlegt. Sein vorgesetzter SS-Mann gab ihm einen Fotoapparat und wies ihn an, Bilder von den Gräueln zu machen, die sich im Häftlingslager abspielten. Zalud schmuggelte die Kamera ins Lager und schoss 15 Fotos. Einige der Fotos wurden offensichtlich aus der Hüfte geschossen oder aus einem Versteck heraus aufgenommen. Sie geben einen schockierenden, authentischen und selten gesehenen Einblick in das Sterben in einem Außenlager kurz vor der Evakuierung: der überfüllte Appellplatz, Leichen auf Bahren, abgemagerte Häftlinge im „Revier“ und nackte Leichen vor dem Krematoriumsofen. Der Rundgang widmet sich aber auch der Person Kurt Zalud. In München geboren, in Zürich in sozialer Benachteiligung aufgewachsen, als „Berufsverbrecher“ ins KZ Mauthausen deportiert, landete er kurz vor Kriegsende in Melk. Wie gelang es ihm, innerhalb des Häftlingsbereichs Fotos zu machen, sie bei der Räumung des Lagers zu verstecken und später als Beweismittel im Mauthausener Hauptprozess in Dachau vorzulegen? Referent: Christian Rabl (wissenschaftlicher Mitarbeiter KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Melk) Treffpunkt: Bahnhof Melk (Bahnsteig 1 an der Südseite beim Park & Ride Parkplatz) Anmeldung unbedingt erforderlich unter: education@mauthausen-memorial.org 07238/2269-10 Achtung: begrenzte Teilnehmer*innenzahl! Dem Wetter entsprechende Kleidung und festes Schuhwerk!

21.04.2026 von 20:00 bis 22:00 Tischlerei Melk,

Der Roman ›Die größere Hoffnung‹ gilt als Hauptwerk von Ilse Aichinger. Diese war als Kind in einem Versteck in Wien der Verfolgung durch die Nationalsozialisten entgangen. Die Erfahrungen verfolgter und versteckter Kinder bilden den Inhalt des Buches. Ein ungemein berührendes Buch, ein Schlüsselwerk der österreichischen Nachkriegsliteratur, 1948 erschienen. Die von Anne Bennent für Ö1 und den Mandelbaum Verlag erarbeitete Hörspielfassung ist die Grundlage dieses Abends. Ihre Stimme korrespondiert mit der nüchternen Verknappung von Aichingers Texten. Auch die Musik lässt der starken Sprache viel Raum zur Entfaltung. Akkordeon und Perkussion unterstreichen und umspielen den Text zurückhaltend.

25.04.2026 von 10:00 bis 13:00 Treffpunkt: Bahnhof Melk (Bahnsteig 1 an der Südseite beim Park & Ride Parkplatz),

Die Überlebenschancen eines Häftlings im Konzentrationslager waren von vielen Faktoren abhängig und sehr ungleich verteilt. Neben Alter und geistiger sowie körperlicher Widerstandskraft war die Herkunft („Rasse“) von ausschlaggebender Bedeutung für das Überleben. Der Rassismus fand im Lager seine Fortsetzung und unterschied zwischen „rassisch höherwertigen und rassisch minderwertigen“ Menschen. Ganz oben in der Häftlingshierarchie standen die sogenannten Funktionshäftlinge, die von der SS gezielt eingesetzt wurden. Sie bildeten das Bindeglied zwischen SS und den „gewöhnlichen“ Häftlingen und wurden mit einer Vielzahl an Aufgaben betraut. Sie waren für die Abläufe im Lager von essenzieller Bedeutung und wurden daher weitaus besser versorgt als die übrigen Häftlinge. Der Rundgang begibt sich auf die Spuren der daraus resultierenden Ungleichheit. Er untersucht die Herkunft sowie die Aufgaben und Handlungsspielräume der Häftlinge im ehemaligen KZ Melk. Referent: Wolfgang Fehrerberger (pädagogischer Mitarbeiter KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Melk). Treffpunkt: Bahnhof Melk (Bahnsteig 1 an der Südseite beim Park & Ride Parkplatz) Anmeldung unbedingt erforderlich unter: education@mauthausen-memorial.org 07238/2269-10 Achtung: begrenzte Teilnehmer*innenzahl! Dem Wetter entsprechende Kleidung und festes Schuhwerk!

Loading...