Öffnungszeiten
Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Melk (Melk Memorial) im ehemaligen Krematorium ist jederzeit kostenlos möglich. Die Gedenkstätte befindet sich an der Adresse Schießstattweg 2, 3390 Melk. In den Räumlichkeiten des ehemaligen Krematoriums befindet sich auch eine Überblicksausstellung zur Lagergeschichte.
Der Schlüssel für das Gartentor ist im Eingangsbereich der "Birago-Pionierkaserne", Prinzlstraße 22, bei der Wache gegen Hinterlegung eines amtlichen Lichtbildausweises entlehnbar.
Anfahrt und Parkmöglichkeit
Die KZ-Gedenkstätte Melk (Melk Memorial) befindet sich direkt neben der Birago-Pionierkaserne im südlichen Teil von Melk. Die Stadt Melk ist per Zug sowohl von Wien als auch von Linz aus sehr gut erreichbar. Die KZ-Gedenkstätte ist vom Bahnhof aus in südlicher Richtung via Dorfnerstraße in rund 12 bis 15 Minuten zu Fuß zu erreichen und befindet sich an der Adresse Schießstattweg 2. Sowohl entlang der Dorfnerstraße als auch auf dem Schießstattweg finden sich einige Parkplätze.
Hinweis
Zur Zeit ist die KZ-Gedenkstätte für Rollstuhlfahrer*innen nicht eigenständig befahrbar. Sollten Sie die Gedenkstätte besuchen wollen, bitten wir Sie um Kontaktaufnahme. Der barriereärmere Zugang zur KZ-Gedenkstätte ist in Planung.
Service auf der KZ-Gedenkstätte
- Toiletten sind in der KZ-Gedenkstätte vorhanden (Wintersperre von 1. November bis ca. Mitte März)
- Trinkwasser ist in der Gedenkstätte verfügbar (Wintersperre von 1. November bis ca. Mitte März)
Vermittlung
Vermittlungsangebote der KZ-Gedenkstätte Melk
Der Besuch des ehemaligen KZ-Areals ist nach Voranmeldung auch im Rahmen eines Bildungsangebots mit gedenkstättenpädagogisch ausgebildeten Guides der KZ-Gedenkstätte Melk möglich.
Gerne können Sie sich auf der Website der KZ-Gedenkstätte Melk über die Vermittlungsangebote (Begleitungen, Workshops, etc.) informieren: www.melk-memorial.org
Kontakt Vermittlung
Team Pädagogik Melk
Mobil: +43 681/813 185 43
E-Mail: education@melk-memorial.org
Angebote des MKÖ
Unser Verein ist Mitglied des Mauthausen-Komitees Österreich (MKÖ), der Nachfolgeorganisation der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen. Das MKÖ bietet Vermittlungs- und Schulungsprogramme an, die speziell auf Jugendliche zugeschnitten sind und verschiedenste Bereiche wie z. B. Zivilcourage abdecken. Information und Buchung auf www.mauthausen-guides.at oder www.zivilcourage.at
Geschichte
Zwischen dem 21. April 1944 und dem 15. April 1945 bestand in der Freiherr von Birago-Pionierkaserne Melk ein Konzentrationslager. Es war mit rund 14.390 KZ-Häftlingen, die hier innerhalb eines Jahres zur Zwangsarbeit herangezogen wurden, eines der größten Außenlager des KZ-Standortes Mauthausen und das größte KZ-Außenlager in Niederösterreich.
Die KZ-Häftlinge kamen aus mehr als 20 unterschiedlichen Ländern und arbeiteten hauptsächlich an der Errichtung einer unterirdischen Stollenanlage im sogenannten Wachberg, der sich zwischen Melk und Loosdorf befindet. In den von KZ-Häftlingen gegrabenen Stollenanlagen wurden ab Spätherbst 1944 Rüstungsgüter (hauptsächlich Kugellager) der Firma Steyr-Daimler-Puch hergestellt. Mindestens 4.874 KZ-Häftlinge kamen im Lager und auf der Baustelle ums Leben, mehr als 3.500 der Leichen wurden ab Herbst 1944 im eigens errichteten Krematorium in Melk verbrannt.
Das frühere Krematoriumsgebäude wurde im Jahr 1962 zum öffentlichen Denkmal erklärt und beherbergt seither die KZ-Gedenkstätte Melk. Die aktuelle zeithistorische Überblicksausstellung in den Räumlichkeiten der Gedenkstätte wurde anfangs der 1990er-Jahre von Bertrand Perz und Gottfried Fliedl verwirklicht.
Bis 2022 wurde die Gedenkstätte im Auftrag der KZ-Gedenkstätte Mauthausen im Rahmen des Gedenkstättengesetzes vom Zeithistorischen Zentrum Melk betreut, das sich überdies mit regelmäßigen Veranstaltungen um eine kritische Auseinandersetzung mit Themen wie Gewalt, Rassismus und Rechtsextremismus bemüht. Inzwischen obliegt die Betreuung und Pflege der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, die dabei aber weiterhin sehr eng mit dem Verein kooperiert.
Im Bereich „Downloads“ finden sich Zeitzeugen-Interviews, weitere Literaturhinweise, wichtige Basisliteratur zur Geschichte des KZ-Außenlagers Melk sowie Fotos zum kostenlosen Download.